Interview mit dem Trainer

 

Wilhelm Stephen Hruschka (für nähere Infos bitte anklicken)

 

 

 

 

 

Ist die ontologische Kinesiologie eine Weiterentwicklung dieser Lehre oder ein neuer Ansatz?

Hruschka: „Solihin M. Thom D.O., der Begründer der ontologischen Kinesiologie, war Schüler von Dr. George Goodheart und später auch mit ihm gemeinsamer Vortragender. Seine Arbeit wurde auch noch wesentlich von Dr. A.G. Beardall geprägt, der die kinesiologische Technik weiterentwickelte. Er setzte in der Kinesiologie zusätzlich Mudras ein. Das sind Fingerpositionen, die für eine Bedeutung stehen und zur Informationsfindung dienen. Dr. Beardall stellte durch das Verwenden von Dateien ein übersichtlicheres und rasch zu einem Ergebnis führendes Abfragesystem auf. So gesehen ist die ontologische Kinesiologie eine Weiterentwicklung dieser Lehre. Das „Ontologie-Verständnis“ würde ich als neuen Ansatz bezeichnen.“

Auf welchen Grundsätzen baut die ontologische Kinesiologie auf?

Hruschka: „Ontologie ist die Lehre des Seins. Ein Seins-Zustand ist das Ergebnis einer Anzahl von verschiedenen Ereignissen. Bezogen auf den Menschen im Rahmen der Kinesiologie, wäre also meine Übersetzung: Studium der Folge von Ereignissen, die das Wesen dessen, wer/was wir sind, hervorbringt.“

Die ontologische Kinesiologie hat einen ganzheitlichen Ansatz. Hat man mehr Möglichkeiten einen Zustand zu verändern,wenn man diese Folge von verschiedensten Ereignissen erkennt?

Hruschka: „Unser Ansatz zielt mehr darauf ab, dass wir in unseren Seinszustand hineinwachsen. Wir sehen uns nicht veranlasst, etwas tun oder verändern zu müssen. Denn auch Symptome und Beschwerden verstehen wir als Kräfte, die uns behilflich sind, unser Inneres Selbst zu verwirklichen. Also das zu sein, was wir eigentlich sind: unabhängig von Erwartungen, Zuneigung oder Ablehnung von außen. Solange wir in diese verstrickt sind, wollen wir besser funktionieren, glauben etwas anderes sein zu müssen. In diesen Bemühungen gehen wir davon aus, etwas auf uns nehmen und Teile in uns zurückstellen zu müssen, um in der Zukunft ein Ziel zu erreichen. In diesem oft lange anhaltenden Kampf verlieren wir unter Umständen den Zugang zu uns selbst, zu unserer Präsenz. Körperliche Reaktionen und Symptome wollen uns wieder zu dieser Präsenz – zu unserem Sein – zurückführen.

Welche Rolle erfüllt aus dieser Sicht der oder die Ontologische Kinesiologe/-in?


Hruschka: „Wir sehen uns als Begleiter/-innen, die, durch das angebotene Verständnis und das Vertrauen in Lebensprozesse, einen Raum schaffen, in dem sich unsere Kunden auf eigene Wachstumsprozesse einlassen und Lebenskräfte wirken lassen können. Ein therapeutisch regulatives Eingreifen fällt nicht in unseren Aufgabenbereich.“

Welche Fähigkeiten sollten Personen, die dieses Wissen anwenden, mitbringen?

Hruschka: „Die Bereitschaft, sich auf eigene Entwicklungsprozesse einzulassen. Offenheit für neue Erfahrungen. Letztlich alles Fähigkeiten, die auch in der Ausbildung trainiert werden.“

Worauf legen Sie in der Ausbildung den Schwerpunkt?

Hruschka: „In erster Linie geht es uns um die Vermittlung eines besseren Verständnisses über die uns zur Verfügung stehenden Lebenskräfte. Die Auseinandersetzung mit diesen, lässt uns in der Arbeit mit ontologischer Kinesiologie immer wieder erfahren, dass wir in jeder Situation unterstützt werden und aus einer tiefen Zuversicht heraus unseren Lebensweg beschreiten können. Die in der Ausbildung vermittelten Techniken, wie der Muskeltest, Anwendung von Blütenessenzen, Ölen, Übungen etc unterstützen uns dabei, das wahrzunehmen und wirken zu lassen, was gerade für uns da ist.“