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HINGABE - Brücke zwischen Menschlicher und Spiritueller Ebene

Was bedeutet Hingabe ?


Um sich der wahren Bedeutung dieses Wortes anzunähern, dürfen wir uns einer der größten Herausforderungen stellen derer sich ein Mensch wahrscheinlich stellen kann: Sich selbst so anzunehmen wie man man ist ! Und »dieses Wesen«, d.h. uns selbst, ohne wenn und aber zu akzeptieren, mit all seinen Schwächen, Fehlern und scheinbar »negativen« Eigenschaften. 

 

Wie auch immer sich dieses Vorhaben anfangs zeigen mag...wenn wir einmal die Hürde der Einsicht überwunden haben und in weiterer Folge aktiv werden - sind wir automatisch schon auf dem besten Wege uns in Hingabe zu üben.  

 

Sich dem hinzugeben was jetzt sein will - um sich dem zu stellen was jetzt Verbindlichkeit einfordert - unsere Schattenseiten. Wahrhaft sein und aufmerksam, Beobachter meiner Gedanken und Empfindungen. Ein tieferes Verständnis für unsere wahren Bedürfnisse. Ehrlich zu uns selbst und authentisch im Wirken. Wir können damit beginnen, das Leben in seiner Fülle zu ehren und zu lieben. Hingabe verleiht unserem Leben einen gewißen »inneren Wert« und zieht das zu uns heran, was hilfreich ist.

 

 

Große Worte, ein  großes Vorhaben und ein weiter Weg...beginnt immer mit dem ersten Schritt. Und es ist immer schwierig bevor es einfach wird...aber wenn Sie das hier lesen...könnten Sie ja schon in die richtige Richtung unterwegs sein...auf jeden Fall !

 

Im Prinzip geht es auf dem Weg hin zur Hingabe darum sich selbst zu verwirklichen. Mit unserem SELBST in Kontakt zu kommen, um das eigene Wesen vom Kern heraus zu entfalten bzw. innerlich auszubreiten damit »unser Gefäß«, unser Körper von »unserem SELBST« ausgefüllt und kein Platz mehr  ist für Dinge, die unsere innere Ordnung stören. Wobei die Selbstverwirklichung bzw. -erkennung nicht dazu dienen soll, selbstherrliche und egozentrische Ich-Mechanismen zu kreieren (das ja wiederum vom Ego geleitet wird), dem sich dann alles unterordnen soll. Das darf natürlich auch sein...weil...wenn Sie die anderen Seiten aufmerksam gelesen haben wissen Sie schon die Antwort, weil auch diese und andere scheinbar destruktive Vorgänge in der OK als Kräfte angesehen werden, die uns etwas vermitteln wollen bzw. uns auch in unserem Entwicklungsprozess weiterbringen. Im Idealfall darf der »Schmerz« den wir dadurch uns selbst und anderen zufügen  gering gehalten sein...

 

Geht`s nicht nur darum, das wir den Menschen um uns herum so begegnen wie`s wir gerne hätten das sie uns begegnen ? Und wer will im Grunde seines Herzen`s nicht mit Toleranz, Mitgefühl, gesundem und natürlichem Respekt, Wertschätzung usw. behandelt werden ?

 

Sich selbst zu verwirklichen und sein eigenes Wesen zur vollen Entfaltung zu bringen, ist nur möglich, wenn ich das Wesen der Anderen mitberücksichtige und darauf eingehe. Ohne Manipulation und Selbstsucht.

 

--> Falsch verstandene Hingabe hingegen bedeutet Selbstaufopferung, Selbstverleugnung und Verzicht. Sie tritt auf, wenn Hingabe nicht mit Selbstliebe verbunden ist und kann dazu führen, dass Menschen manipuliert werden und sich missbrauchen lassen.
 

Vollkommene Hingabe in Ihrer natürlichen und unverfälschten Form erklärt sich durch die Fähigkeit, sich voll und ganz dem Leben (dem jeweiligen Moment) zu öffnen, anzuvertrauen und hinzugeben. Was gleichermaßen bedeutet :


Dem was »jetzt ist - was sich gerade zeigt« keinen Widerstand entgegenzusetzen, sprich, sich vom Ego (konditionierten Verstandes- und Widerstandsmustern) mit seinen Vorstellungen und Wünschen (werten und urteilen) nicht  gänzlich (ver)leiten oder verführen zu lassen. Dazu ein Link um das o.a. besser transparent zu machen. Bitte hier anklicken.


Darauf vertrauen, vom Universum das jederzeit weiß was es tut, immer und überall geführt zu werden. Wir können die Zügel loslassen...und uns dem Fluss des Lebens anvertrauen...alles geschieht zur rechten Zeit. Tja...

 

Hingabe hat auch etwas mit Nächstenliebe (daher auch Selbstliebe) zu tun. Die kann in verschiedensten Formen geübt und praktiziert werden. In der Frau/Mann-Beziehung (Sexualität), im Familiensystem z.B. mit den Kindern, Eltern oder der Schwiegermutter, im Job, beim Einkaufen, in sozialen Tätigkeiten - einfach überall...da können wir uns dann in Geduld, Vertrauen, Aufrichtigkeit und Freude üben. Denn Ziele, Wünsche, Sehnsüchte und Vorstellungen (zeitgebundene, mentale Projektionen im Kontinium zwischen Vergangenheit und Zukunft - gefangen im Spannungsfelde der Dualität und Nichtdualität)  haften mehr oder weniger an uns allen an, und je nachdem wir mit denen der anderen umgehen, können wir erkennen, wie sehr wir uns selbst lieben und annehmen. Was ich an anderen nicht mag, hat auch etwas mit mir selbst zu tun. Ohne das Spiegelbild der Anderen verkümmert Selbstliebe zu Egoismus. Eine Eigenschaft die in vielen gegenwärtigen, materialistisch organisierten Gesellschaftsstrukturen, prägend ist.

 

In der Hingabe sein...das sind jene Momente (der Gegenwart - das JETZT) in unserem Leben wo wir durchdrungen sind von Gnade und Demut, welche in unserer Sprache nahezu unerklärbar und unausprechlich erscheinen. Und erfreuen uns an diesem Geschenk. Still und bescheiden. Ohne nach Fragen und Antworten zu suchen...weil wir die Verbundenheit mit dem  »was ist« wahrnehmen und verstanden haben. Nicht immer – aber immer öfter.

 

An diese Momente erinnern (erfahrungsgemäß WERDEN wir daran erinnert...) wir uns wenn wir wieder einmal unserem Egoismus begegnen, andere verurteilen wollen, auf uns selbst oder auf unseren nächsten wütend sind, andere kritisieren, kontrollieren und beschimpfen oder uns in Ungeduld, Aggression und Unruhe wiederfinden.

 

Dann nehmen wir diese Kraft die wir brauchen (durch annehmen dessen was jetzt ist) um in kritischen Momenten unseres Alltags die Übersicht zu behalten, wenn die Dinge scheinbar aus dem Ruder laufen und Chaos und Disharmonie sich breit machen will. Vernunft beschäftigt sich mit Einzelheiten, während LIEBE das Ganze umfasst.

 

 

Ein Leben in Hingabe als eine Gnade - und - ein Geschenk des Lebens.

Ein spiritueller Weg. Einfach so.