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SELBSTWERT - Wertschätzung auf allen Ebenen

 

 

 Selbstwert ? Ich erlebe mich bewusst und klar als «wertvoll» !

 

Selbstwert lässt sich definieren als die Wertschätzung des eigenen Wesens, der eigenen Anlagen und Fähigkeiten und ist der Weg der Liebe hin zur Weisheit.

 

Der Weg der ontologischen Kinesiologie ist zugleich ein Weg psychischer Gesundung, es ist der Weg zurück zum (mehr oder weniger) abgetrennten Selbst - von der über viele Jahre angewöhnten bzw. antrainierten 2ten Natur hin zur ersten, unserer wahren Natur. Dieser Weg beschreibt sich durch die Wahrnehmung verschiedenster Dynamiken und Prozesse. Diese innere Ordnung, die durch wahrnehmen, annehmen und integrieren von Lebenskräften und Ressourcen wiederhergestellt wird, bringt uns schlussendlich mit unserer inneren Weisheit und Verbundenheit in Kontakt, sie bringt uns zu uns «Selbst»…zurück. Selbstwert kann sich jeder nur selber geben, indem er sich selbst als vollwertig und richtig anerkennt - inklusive aller Fehler und Schwächen.

 

Wenn wir unseren Selbstwert und damit unser Selbstwertgefühl vom Urteil und der Anerkennung der anderen abhängig machen, dann stehen wir unter enormen Druck, anderen stets gefallen zu müssen. Und wir leben in der ständigen Angst vor Ablehnung (nicht anerkannt zu werden) durch andere. Was dazu führen kann, ständig auf der Suche nach Ersatzhandlungen (die in weiterer Folge Ventile brauchen um sich Luft/Freiraum zu verschaffen - weil sie nicht zu uns gehören) zu sein, um zu kompensieren, verdrängen, verleugen, sublimieren, vermeiden, projezieren, fixieren usw. Um uns selbst dadurch eine gewiße (fragile) Sicherheit zu geben.

 

Was wir uns selbst nicht geben können, macht uns abhängig von anderen bzw. abhängig von anderen Dingen. Wir richten unsere Aufmerksamkeit primär nach außen, um von dort Bestätigung für unsere (künstliche) Präsenz zu finden.

 

Wenn wir an unserem Wert zweifeln und uns deshalb innerlich unsicher fühlen, dann «kratzen» uns kleinste (scheinbar) negative Bemerkungen anderer. Wir sind überempfindlich und ungeheuer sensibel und entwickeln (aggressive) Gegen- bzw. Abwehrstrategien um uns vor Verletzungen zu schützen. Daraus können diese «lustig-dynamischen» PingPong-Spielchen entstehen, welche zur wechselseitigen Spiegelung von Abhängigkeiten bzw. Mustern führen...spannend zu beobachten...wenn wir uns entschließen die Beobachterrolle  in unser  Bewußtsein miteinzubeziehen. Aus diesem Entschluß heraus beginnen wir zu reflektieren...und beenden diese Abhängigkeiten vom Ego.

 

Wenn`s interessiert - ein kleiner Linkauszug an lustigen, interessanten und weiterführenden Infos aus der Welt der Psychotherapie - die naturgemäß alle etwas mit unserem Selbstwert zu tun haben:

 

Transaktionsanalyse (nach E.Berne)

Der psychische Apparat (nach S.Freud)

Das Dramadreieck (nach S.Karpman)

Strukturmodell der Psyche (nach S.Freud)

Existenzanalyse  (nach V.Frankl)

Das innere Kind

 

 

Die Ursache für mangelnden Selbstwert kann vielseitig sein, jeder Mensch hat seine eigene Lebensgeschichte und dadurch erscheint der Selbstwert eines jeden Menschen unterschiedlich ausgeprägt, ausgebildet bzw. deformiert oder «verbogen».

 

Nicht nur aus Sicht der OK können Menschen schon mit einem beschädigten Selbstwert auf die Welt kommen (prägende Erbanlagen)  oder auch in frühesten Kindheitstagen schon in Ihrem Wert nachhaltig in Frage gestellt werden. (Gewalt, Kindesmissbrauch, Liebesentzug, Brechen des Willens, unterdrücken und in Frage stellen der Persönlichkeit, Verbote, Gebote, Unaufmerksamkeiten usw.) oder werden im Laufe ihres weiteren Lebens beeinflusst (Schule, Beruf, Gesellschaft, Beziehungen usw.) und aus ihrer Mitte und Verbundenheit gedrängt - hin zu Abhängigkeiten im außen.

 

Ganz kurz angemerkt: Es stellt sich hier nie die Schuldfrage - wer oder was ist «schuld» an meiner derzeitigen Lebenssituation, an meinem Drama oder meinem angeknacksten Selbstbewußtsein, an meinem Selbstbild das in Frage gestellt wird - Schuld soll nicht zur Fixierung werden oder zur Ablenkung dienen (wäre ja nur wieder ein Abwehrmechanismus) - das Thema ist: wie können wir jetzt lernen mit «Schuld» umzugehen, wie ist sie entstanden, woher kommt sie, wann taucht sie auf und wie agiere ich sie aus usw. -  um durch diesen Erfahrungsprozess zu einem erfüllten, zufriedenen Dasein zu gelangen. Und mit Schuldzuweisungen bzw. «Schuld verzeihen müssen» ist vordergründig keinem so wirklich geholfen. Wirkt eher wie eine Beruhigungspille...

Wobei auch hier: Sind wir in einem Gefühl der Schuld oder des Verzeihens, wohin auch immer dieses gelenkt/hinprojeziert sein mag - ist es in Ordnung und ein Aspekt bzw. ein kleiner oder großer Schritt  im jeweilig, gerade stattfindenden Prozess und keinesfalls zu ignorieren oder von vornherein auszuschließen !!! Weil uns diese Gefühle oder diese Gedanken ja auch einen Hinweis zur «Lösung» liefern können...weil sie eben wertvolle und wertfreie Teilchen vom großen Ganzen darstellen - insofern kann der sogenannte «Selbstwertschutz» ein Mechanisumus sein, der uns im Moment einfach nicht erlaubt einsichtig zu sein, weil die Einsicht oder das Zugeständnis gleichzeitig unser bisheriges Verhalten ad absurdum führen würde. Unser bisher gelebtes Leben müßte sozusagen als Lüge oder «Selbstbetrug» anerkannt/akzeptiert werden. Und das fällt naturgemäß einmal schwer...

 

Was uns aber auch die Möglichkeit gibt die Dinge zu verändern, weil wir aus Sicht der OK auch diese Dynamiken nutzen können, um mit unserem Urvertrauen wieder in Kontakt zu kommen. Je mehr wir im außen nach «Erlösung» für unsere inneren Befindlichkeiten suchen , umsomehr ist das ein Hinweis für uns wo wir eigentlich unsere «Erlösung» finden...einfach bei uns selbst !

 

Je klarer und eindeutiger unser Gespür für unseren Selbstwert ist, umso weniger verletzbar sind wir, umso größer ist die  Freude am Leben, weil wir uns von äußeren Einflüssen unabhängig machen und die Suche nach Anerkennung und Bestätigung im außen endet. Wir erkennen das wir nicht unbedingt immer etwas leisten müssen um «wertvoll» zu sein oder um «geschätzt» zu werden.

 

Wir erkennen dass wir nicht etwas «darstellen» müssen um geliebt zu werden. Wir können zu unseren Entscheidungen stehen, haben einen natürlichen Zugang zu unseren Fehlern und Verhaltensweisen (unangenehme Gefühle werden nicht verdrängt oder kompensiert = z.B.: psychischer Stress…Konsumzwang, Suchtverhalten, Depression, Aggression, Abhängigkeiten) und scheinbaren Unzulänglichkeiten, brauchen nichts mehr kaschieren weil wir uns so annehmen und wertschätzen wie wir sind. Wir erkennen das unser «Rucksack» ein Teil unserer Persönlichkeit ist den wir nicht mehr ablehnen müssen weil er ganz einfach «uns» ausmacht. Dadurch werden wir von der Umwelt auch als authentische und demnach einzigartige Wesen wahrgenommen. Was automatisch auch in uns die gleiche Sichtweise für die Welt um uns herum entstehen lässt.

 

Siehe dazu z. B.: Pygmalion-Effekt (nach R.Rosenthal)

 

Wir nehmen das Leben an so wie es ist und agieren autonom, eigenverantwortlich, verständnisvoll und wertschätzend ohne die Freiheit anderer zu beschränken.

 

Einfach so...a posteriori...

 

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